Literature/Poems/Diary

Mr. Maloke – Der Garten

Der Garten, ein Schurkenstaat fesselnder Gartenangelegenheiten, eine Somnambule von Wanzen und Lianen. Ein Ausguck wohliger Machenschaften. Die Tabernakel halbklaren Grünes. Die Haare des rothaarigen Waffenstillstandes. Glühend vor Gier weiter zu machen. Blauäugig in seiner Tat, violett in seinen Angeboten. Ein Haberland verschachtelter Schmeicheleien, glockentönend über dem Hain der Weisen und oder besser schlipskrägiger Greis schlanker Aphorismen.
Grünes Schmachten regnerischen Tuns. Plötzlich, Ich, Gustavo Tabernakel selber, kaum zu glauben, aber konkret auf den Brettern dieses Gartenschlachtfeldes roher Natur des Hinterhofes.

Dies ist mein Garten oder auch nicht meiner, egal, ich betrete ihn jetzt in vollem Glanze meines Fracks und glänzender Haube. Ja, Zylinder dies. Feine Sorte. Fein und den Garten in seiner Rohheit für einen lächerlichen Moment bezwingend schreite ich auf ein kleines halb welkes Blatt zu, das am Boden liegend mir zuzwinkernd spricht: „Du, Gustavo Tabernakel, faulen Tuns beraubt, hier, meine Worte zu empfangen? Du Sonstwer in feinen Cafés der Stadt Kekslein verzehrend sich aufzuhalten pflegt. Hier und da blöd aber mit stolzer Miene in gedrucktes Überbleibsel aus Papier schielend. Mit spitzer Nase?

Du hier im unzivilisierten Tun des Gartens angekommen?“
„Deine Gedanken sprechen Bände“, sagte das Blatt „Du weißt nicht ob A noch B ob Keks noch Schokolade. Ob Wein ob Wasser. Du hast dich hier nur verirrt, um mich, ein sorgsam dahin gewehtes, halbnochgrünes Blättchen auszufragen! Du hast dich in deinen Caféhauseskapaden einmal zu viel um die eigene Achse geblendet und willst jetzt mit schlotternder Caféshausfigur mir eine Antwort destillieren? Ich sage Dir eins, Bürschchen aus gutem Hause, die ist kein Jahrmarkt fassadenhafter Gefälligkeiten. Dies ist kein auf der Stelle zappelndes Aphorismengesprenkle, die ist… „da holte das Blättchen Atem und wehte empor, hinauf bis zum Gartenrand, weiter bis über die Zinkmülltonnen hinauf in den Himmel, wo die Blätter und Raben wohnen.

„Dies ist die Gilde der Natur. Dies….“ und jetzt schrie das Blättchen aus vollem Rohr „Die ist die Gilde der Lüfte! Dies….“ und jetzt wehte es Herrn Tabernakel fast den grünen Zylinder vom Kopfe „Dies is for real my brother!!!“